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Einige der wichtigsten Prozesserfolge, soweit öffentlich bekannt und publiziert

Lohngleichheit

Verschiedene Lohngleichheitsklagen. Speziell bekannt geworden: Die erwirkten Grundsatzentscheide in Sachen Kindergärtnerinnen/Hauswirtschaftslehrerinnen/Handarbeitslehrerinnen Basel-Stadt, Prozessdauer 6 1/2 Jahre, 2x bis Bundesgericht, schlussendlich erfolgreich (BGE 117 Ia 262 ff.). Diese Berufskategorien erhielten rückwirkend und inskünftig durchschnittlich ca. Fr. 500.-- p/Mt mehr Lohn und es profitierten davon ca. 600 Personen (siehe  www.gleichstellungsgesetz.ch, BS, Lohngleichheit für Kindergarten-, Hauswirtschafts- und Textilfachlehrkräfte). Weitreichende Auswirkungen auch in andere Kantone und Berufsgruppen, in dem in der Folge dieser Leitentscheide vermehrt Arbeitsbewertungen überprüft worden und weitere Urteile ergangen sind. Einen Überblick und Zusammenfassungen seitheriger Urteile finden Sie unter www.gleichstellungsgesetz.ch. In Basel-Stadt auch: eine Lohnstufe mehr im Bereich Krankenpflege (Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 24.10.2001 i.S. R.A. & Kons. gegen Beschluss des Regierungsrates vom 16.3.1999, (vgl. www.gleichstellungsgesetz.ch, Basel-Stadt, Lohngleichheit für Krankenpflegekräfte). In Basel-Landschaft: siehe die Fälle Lohndiskriminierung einer Sozialarbeiterin, einer Laborantin, der Hauswirtschafts- und Textilfachlehrkräfte, der Physio- und Ergotherapeutinnen unter www.gleichstellungsgesetz.ch, BL, sowie soeben abgeschlossen 2009 (formell 2010) betreffend Krankenpflege (Heraufstufung um eine ganze Lohnklasse rückwirkend ab April 2004).

Andere Fälle nach Gleichstellungsgesetz
Diskriminierende Kündigung einer Chemikerin, Diskriminierende Pensionierung einer Lehrerin, beides Kanton BL, sowie Diskriminierende Kündigung einer Juristin, Kanton BS, siehe unter www.gleichstellungsgesetz.ch.

Gesamtarbeitsverträge und Lohngleichheit
Klage der Frauenkommission der Gewerkschaft Druck und Papier gegen die Gewerkschaft zur Verhinderung der Unterzeichnung eines diskriminierenden Gesamtarbeitsvertrags. Unterzeichnung wird der Gewerkschaft verboten (Urteil Appellationshof des Kantons Bern vom 26.2.1991 i.S. P.A.&Kons. Gegen GDP).

Unlauterer Wettbewerb/Persönlichkeitsschutz/Lohngleichheit
Klage der Gewerkschaft Druck und Papier gegen Arbeitgeberverband und andere Gewerkschaft, welche den obgenannten Gesamtarbeitsvertrag trotzdem - unter Ausschluss der GDP - unverändert unterschrieben. Klagelegitimation von Bundesgericht aufgrund von Persönlichkeitsschutz und aufgrund des Gesetzes über unlauteren Wettbewerb gutgeheissen (BGE 121 III 168 ff.). Im Folgeprozess vergleichsweise Erledigung möglich geworden.

Namensrecht
Klage auf Gleichbehandlung im Namensrecht
Vor Schweizer Gerichten inklusive Bundesgericht erfolglos (BGE 115 II 193 ff.), nach Strassburg (EMRK) weitergezogen, am Europäischen Gerichtshof (www.echr.coe.int) erfolgreich (Arret Cour Europeenne des Droits de l’Homme vom 22.2.1994 i.S. Burghartz c. Suisse 49/1992/394/472). Schweizer Recht wurde unmittelbar nach dem Europäischen Gerichtsurteil angepasst, so dass nunmehr ein Brautpaar bei Heirat ohne Schwierigkeiten den Frauennamen zum Familiennamen machen kann sowie in diesem Fall auch der Ehemann seinen Geburtsnamen dem Familiennamen voranstellen kann. Prozessdauer: 5 1/2 Jahre.